Gyrus cinguli (Gehirn)

Gehirn - Anatomie

Anatomie

Der Gyrus cinguli (auch cingulärer Cortex genannt) ist ein Teil des Gehirns, der medial in der Hirnrinde unmittelbar über dem Corpus callosum liegt und zum limbischen Lappen (Lobus) gehört.

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Er umgreift das Corpus callosum von vorne und geht hinter dem Splenium corporis callosi in den Gyrus parahippocampalis über.

Im Marklager verläuft ein langes Nervenfaserbündel - das Cingulum.

Der Gyrus cinguli wird grob in den anterioren (oder Pars anterior) und den posterioren cingulären Cortex (Pars posterior), sowie in die Area subcallosa und die cingulären motorischen Areale gegliedert.

Funktion

Der cinguläre Cortex erhält Inputs aus dem Thalamus und dem Neocortex und sendet über das Cingulum in den entorhinalen Cortex.

Der Gyrus cinguli ist ein integraler Bestandteil des limbischen Systems, das mit Emotionsbildung und -verarbeitung, Lernen und dem Gedächtnis verbunden ist.

Die Kombination dieser drei Funktionen macht den cingulären Gyrus sehr einflussreich bei der Verknüpfung von Verhaltensresultaten zur Motivation (z.B. eine bestimmte Handlung induziert eine positive emotionale Reaktion, die zum Lernen führt).

Diese Rolle macht ihn sehr wichtig bei Störungen wie Depressionen und Schizophrenie. Er spielt auch eine Rolle bei den Exekutivfunktionen und der Atemkontrolle.

Wird der cingulärer Cortex operativ durch einen elektrokaustischen Schnitt dauerhaft durchtrennt (bei der Behandlung schwerster psychiatrischer Störungen) spricht man von einer Zingulotomie.

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