Perimenopausale Depression

Perimenopausale Depression

Psychische Krankheiten – Ursachen

News aus der Forschung zur Depression in den Wechseljahren (der Menopause), auch klimakterische Depression genannt.

Behandlungsmöglichkeiten bei perimenopausaler Depression und Schlafstörungen

04.10.2018 Die Lichttherapie ist seit langem eine anerkannte Behandlungsoption bei Depressionen. Aber kann sie perimenopausalen Frauen helfen, die mit depressiven Erkrankungen und Schlafstörungen infolge von Hormonveränderungen zu kämpfen haben?

Eine neue Studie der University of California legt eine Wirksamkeit dieser Behandlungsform nahe, indem sie den natürlichen Schlaf-Wach-Zyklus einer Frau verändert. Erste Studienergebnisse werden auf dem Jahrestreffen der North American Menopause Society (NAMS) in San Diego vom 3. bis 6. Oktober 2018 vorgestellt.

Schlaf-Wach-Zyklen oft phasenverschoben


Bild: Unsplash

Im Laufe der Jahre wurde viel über den Nutzen von Schlaf- und Lichttherapie geforscht. Zahlreiche Studien haben den therapeutischen Wert des ganz- und teilweisen Schlafentzugs sowie der Lichttherapie bei der Behandlung von depressiven Störungen im Zusammenhang mit den Fortpflanzungszyklen von Frauen dokumentiert.

Andere Studien haben gezeigt, dass Schlaf-Wach-Zyklen (auch bekannt als Melatonin-Zirkadianrhythmen) bei Frauen mit perimenopausaler Depression oft phasenverschoben (zeitlich später verschoben) sind.

Lichttherapie und Schlafentzug

Die Forscher in Kalifornien stellten die Ergebnisse der verschiedenen Studien zusammen und gingen davon aus, dass depressive Erkrankungen und Schlafqualität bei Frauen mit perimenopausaler Depression verbessert werden könnten, indem die zirkadianen Rhythmen von Melatonin in Bezug auf den Schlaf-Wach-Zyklus phasenverschoben (zeitlich früher verlagert) werden.

Sie fanden heraus, dass sie durch verschiedene Schlafinterventionen und Lichttherapietechniken in nur zwei Wochen die Stimmungswerte der Studienteilnehmerinnen deutlich verbessern konnten.

Diese Studie zeigt, dass Frauen mit perimenopausaler Depression und Schlafstörungen nun eine nicht-pharmakologische und nicht-hormonelle Option haben, die beim Schlafen helfen und ihre Stimmung verbessern kann, sagte Dr. Barbara Parry von der Universität California in San Diego.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: The North American Menopause Society

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