Handysucht ähnlich zwanghaftem Kaufen

Handysucht ist zwanghaftem Kaufen ähnlich

Psychische Störungen: Zwangsstörungen

17.12.2012 Handy- und Instant Messaging- (SMS)-Sucht werden von Materialismus und Impulsivität getrieben und sind Konsum-Pathologien wie pathologisches Kaufen und Kreditkartenmissbrauch ähnlich, nach einer Baylor University Studie in der Zeitschrift Journal of Behavioral Addictions.

Handys nicht nur Werkzeug, sondern auch Statussymbol

Der Handyman
Der Handyman

„Handys sind ein Teil unserer Konsumkultur“, sagte Studienautor James Roberts, Ph.D, Professor für Marketing. „Sie sind aber nicht nur ein Werkzeug für den Verbraucher, sondern werden auch als ein Statussymbol verwendet. Sie erodieren auch unsere persönlichen Beziehungen“.

Handys werden als Teil des Rituals um Prestige und Konsum und auch als ‚Beruhiger‘ / Befriedigung für die impulsiven Tendenzen des Benutzers verwendet, laut Roberts. Impulsivität, bemerkte er, spielt eine wichtige Rolle in Verhaltens- und bei Substanzabhängigkeiten. Diese Studie ist die Erste, die die Rolle untersucht, die Materialismus bei der Handysucht spielt.

Technologische Süchte

Laut Roberts ist Materialismus ein wichtiger Verbraucherwert, der viele der Entscheidungen betrifft, die wir als Verbraucher treffen. Außerdem, ist der Gebrauch und übergebrauch von Handys und Smartphones so häufig und üblich geworden, dass es wichtig ist, mehr darüber zu erfahren, was diese Arten von technologischen Süchten antreibt.

Vorherige Studien haben gezeigt, dass junge Erwachsene jeden Monat im Durchschnitt 109,5 Textnachrichten pro Tag oder ungefähr 3.200 pro Monat versenden. Sie erhalten ca. 113 Textnachrichten und checken ihre Handys ca. 60-mal an einem typischen Tag und im Durchschnitt. Collegestudenten verbringen etwa sieben Stunden täglich damit, mit Informations und Kommunikationstechnologie zu interagieren.

Handysucht und ähnliche Verhaltenssüchte setzen sich fest

„Auf den ersten Blick könnte man die Idee haben, solch anomalen Handy-Gebrauch lediglich als jugendlichen Nonsense, als etwas Vorübergehendes, abzutun. Aber immer mehr Studien zeigen, dass Handysucht und ähnliche Verhaltenssüchte sich festsetzen“, sagte Roberts. Eine grosse Zahl junger Menschen behauptet, dass würden sie ihr Handy / Smartphone verlieren, dies für ihr soziales Leben katastrophal wäre, sagte er.

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