Posttraumatische Belastungsstörung u. Panikattacken

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS):
Panikattacken, Panikstörung

Direkte Verbindung zwischen PTBS und Panikattacken?

Eine neue Forschungsstudie widerspricht der Annahme in der Psychiatrie, die besagt, dass wenn eine Person eine Panikattacke während eines traumatischen Ereignisses bekommt, sie wahrscheinlich eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) in der Zukunft zeigen wird.

Die Studie erscheint in der Aprilauflage der Zeitschrift Psychiatry Research und wurde verfasst von Joseph Boscarino, Ph.D, mph und Kent University, und dem Sozialpsychologen Richard E. Adams, Ph.D.

Depression, Unterstützung und Selbstbewusstsein

Die Befunde zeigen, dass Faktoren wie eine frühere Depression, (fehlende) emotionale Unterstützung und Selbstbewusstsein einer Person bessere Indikatoren für die Anfälligkeit einer Person für PTBS sind.

Es wurde zuvor angenommen, dass Panikattacken, die unmittelbar traumatischen Ereignissen (wie einem Autounfall) folgten, langfristig eine PTBS auslösen oder vorbestimmen würden. Aber die Autoren der Studie sagen, dass es komplexer ist.

Mentaler Stress

Kliniker sollten sich andere Zeichen mentalen Stresses zusätzlich ansehen wie:

  • nicht schlafen können,
  • vor kurzem anstrengende Lebensereignisse erfahren haben und
  • sich aus sozialen Interaktionen zurückzuziehen,

sagte Boscarino.

„Unsere Studie sagt, dass viele Faktoren zu PTBS beitragen, nicht nur Panikattacken während des Ereignisses.“

Die Studie untersuchte Menschen, die Panikattacken während der traumatischen Erlebnisse am World Trade Center, September 11, 2001 in New York City, hatten. Unter den Schlüsselbefunden der Studie waren folgende:

Faktoren

  • Personen zwischen 30 und 44 hatten die höchste Rate bei den Panikattacken verglichen mit anderen Altersgruppen;
  • Menschen mit der höchsten Bildung erlitten mit der geringsten Wahrscheinlichkeit eine Panikattacke;
  • Hispanier zeigten wahrscheinlicher Panikstörungen als andere Volksgruppen;
  • Dreißig Prozent derjenigen, die Panikattacken im Anschluss an den 11. September erlitten, hatten Depressionen vor dem Ereignis.

Symptome

Panikattacken können

  • Kurzatmigkeit,
  • Herzrasen,
  • Schwitzen,
  • Zittern,
  • Hitzewallungen und
  • das Gefühl eines Realitätsverlust

mit sich bringen.

Etwa 10 Prozent der US-Amerikaner erleiden jedes Jahr isolierte Panikattacken laut Statistiken. Dieses Rate steigt dramatisch, wenn die Personen an traumatischen Ereignissen beteiligt sind.

Psychologische Beratung aufsuchen

„Wir ermutigen Traumaopfer, sofort nach Katastrophen und anderen traumatischen Ereignissen psychologische Beratungen aufzusuchen“, sagte Dr. Boscarino. „Wir entdeckten, dass die langfristigen psychischen Folgen des Traumas weitreichender und komplexer sind, als ursprünglich gedacht.“

Die Forschung wurde durch Finanzierung von Geisinger und dem National Institute of Mental Health unterstützt. Beide Autoren sind auch der Mt. Sinai School of Medicine in New York angegliedert.
Quelle: Geisinger Health System 2009

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