Youtube: Einsamkeit und psychische Gesundheit

Studie untersuchte die Auswirkungen von YouTube auf Einsamkeit und psychische Gesundheit

Youtube: Einsamkeit und psychische Gesundheit

12.05.2023 Laut Forschern des australischen Instituts für Suizidforschung und -prävention (AISRAP) haben häufige YouTube-Nutzer höhere Werte bei Einsamkeit, Angst und Depression.

Dr. Luke Balcombe und der emeritierte Professor Diego De Leo von der School of Applied Psychology der Griffith University und dem AISRAP untersuchten sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen der weltweit meistgenutzten Streaming-Plattform auf die psychische Gesundheit.

Sie fanden heraus, dass Personen unter 29 Jahren oder Personen, die regelmäßig Inhalte über das Leben anderer Menschen ansehen, am stärksten negativ betroffen sind.

Hauptautor Balcombe sagte, dass die Entwicklung parasozialer Beziehungen zwischen den Machern von Inhalten und ihren Followern Anlass zur Besorgnis geben könnte, es aber auch einige neutrale oder positive Fälle gebe, in denen die Contentschaffenden engere Beziehungen zu ihren Followern entwickelten.

Diese Online-‘Beziehungen’ können eine Lücke für Menschen füllen, die z. B. unter sozialen Ängsten leiden, aber sie können ihre Probleme verschlimmern, wenn sie sich nicht auf persönliche Interaktionen einlassen, die in den Entwicklungsjahren besonders wichtig sind, sagte er.

Zeit auf YouTube begrenzen

“Wir empfehlen den Menschen, ihre Zeit auf YouTube zu begrenzen und andere Formen der sozialen Interaktion zu suchen, um die Einsamkeit zu bekämpfen und die psychische Gesundheit zu fördern.”

Balcombe sagte, dass die auf YouTube verbrachte Zeit oft ein Grund zur Sorge für Eltern sei, die Schwierigkeiten hätten, die Nutzung der Plattform durch ihre Kinder für schulische oder andere Zwecke zu überwachen.

Für die Studie wurde ein täglicher YouTube-Konsum von mehr als zwei Stunden als häufige Nutzung und von mehr als fünf Stunden pro Tag als saturierte Nutzung eingestuft.

Die Studie kam auch zu dem Schluss, dass mehr getan werden muss, um zu verhindern, dass den Nutzern auf der Grundlage von Algorithmen für die vorgeschlagene Ansicht suizidbezogene Inhalte empfohlen werden.

Obwohl es idealerweise nicht möglich sein sollte, nach diesen Themen zu suchen und mit Methoden konfrontiert zu werden, gibt der YouTube-Algorithmus Empfehlungen oder Vorschläge auf der Grundlage früherer Suchanfragen aus, was die Nutzer weiter in einen beunruhigenden “rabbit hole” (langer und verzweigter Tunnel ohne sichtbares Ende) führen kann, schreiben die Autoren.

© Psylex.de – Quellenangabe: Informatics (2023). DOI: 10.3390/informatics10020039

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