Gewalt und Misshandlung: Risikofaktoren für Diabetes

Zwischenmenschliche Gewalt im Erwachsenenalter oder Missbrauch und Vernachlässigung in der Kindheit erhöhen späteres Diabetesrisiko

Gewalt und Misshandlung: Risikofaktoren für Diabetes

26.08.2023 Sowohl zwischenmenschliche Gewalt oder Missbrauch im Erwachsenenalter als auch Misshandlungen oder Vernachlässigung in der Kindheit erhöhen das Risiko für Diabetes im Erwachsenenalter. Dies geht aus einer Studie hervor, die kürzlich im American Journal of Preventive Medicine veröffentlicht wurde.

Dr. Maureen Sanderson vom Meharry Medical College in Nashville, Tennessee, und Kollegen nutzten die Daten von 25.251 Teilnehmern der Southern Community Cohort Study (2002 bis 2009 und 2012 bis 2015) mit niedrigem Einkommen, um den Zusammenhang zwischen zwischenmenschlicher Gewalt oder Misshandlung und Diabetes zu untersuchen.

  • Die Forscher fanden heraus, dass zwischenmenschliche Gewalt oder Missbrauch im Erwachsenenalter mit einem erhöhten Diabetesrisiko verbunden war (bereinigte Hazard Ratio [aHR]: 1,23; 95 Prozent Konfidenzintervall [KI]: 1,16 bis 1,30).
  • Das Diabetesrisiko war auch bei Missbrauch und Vernachlässigung in der Kindheit höher.
  • Die Kombination von zwischenmenschlicher Gewalt oder Missbrauch im Erwachsenenalter und Misshandlung oder Vernachlässigung in der Kindheit erhöhte das Diabetesrisiko weiter (aHR: 1,35; 95 Prozent KI: 1,26 bis 1,45) im Vergleich zu Erfahrungen ohne Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung.
  • Diese Zusammenhänge waren für schwarze und weiße Teilnehmer sowie für Frauen und Männer gleich.

“Unser Ergebnis, dass zwischenmenschliche Gewalterfahrungen während des gesamten Lebens mit einem signifikant erhöhten Risiko für die Entwicklung von Diabetes verbunden war, und zwar unabhängig von der Rasse und dem Geschlecht und vor dem zusätzlichen sozialen Stress der COVID-19-Pandemie, legt nahe, dass Fachleute aller Disziplinen wirksame Gewaltpräventions- und Interventionsstrategien umsetzen müssen, um die kurz- und langfristigen sozialen und gesundheitlichen Folgen von Partnergewalt und Kindesmissbrauch zu verringern”, sagte Sanderson in einer Erklärung.

© Psylex.de – Quellenangabe: American Journal of Preventive Medicine DOI:https://doi.org/10.1016/j.amepre.2023.06.007

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