Häusliche Gewalt / Missbrauch verbunden mit atopischen Erkrankungen

Höheres Risiko für Asthma, atopische Dermatitis (Neurodermitis) und allergische Rhinokonjunktivitis (Bindehautentzündung)

Häusliche Gewalt / Missbrauch verbunden mit atopischen Erkrankungen

18.05.2023 Häusliche Gewalt und Missbrauch sind signifikant mit einem höheren Risiko für die Entwicklung einer atopischen Erkrankung verbunden laut einer online im Journal of Allergy and Clinical Immunology: In Practice veröffentlichten Studie.

Katrina Nash von der University of Oxford im Vereinigten Königreich und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber häuslicher Gewalt und der Entwicklung einer atopischen Erkrankung. Die Analyse umfasste Frauen ohne atopische Erkrankung in der Vorgeschichte (1. Januar 1995 bis 30. September 2019) mit Exposition gegenüber häuslicher Gewalt bzw. Missbrauch (13.852) und nicht-exponierte Patienten (49.036), die nach Alter und Deprivationsquintil gematcht wurden.

  • Die Forscher fanden heraus, dass die Inzidenzrate für neue atopische Erkrankungen bei den exponierten Frauen 20,10 pro 1.000 Personenjahre (967 Frauen) betrug, gegenüber 13,24 pro 1.000 Personenjahre bei den nicht-exponierten Frauen (2.607).
  • Bereinigt um Störfaktoren betrugen die bereinigten Hazard Ratios
    • 1,52 für alle atopischen Erkrankungen,
    • 1,69 für Asthma,
    • 1,40 für atopische Dermatitis und
    • 1,63 für allergische Rhinokonjunktivitis.

“Frauen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung atopischer Erkrankungen, was mit früheren Beobachtungsdaten übereinstimmt”, schreiben die Autoren. “Daher ist die Umsetzung systematischer Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, die Berücksichtigung von häuslicher Gewalt bei klinischen Interaktionen mit Patienten, die sich krank melden, und die Förderung von Maßnahmen zur Vorbeugung von häuslicher Gewalt in der breiteren Gesellschaft durch Fachleute des öffentlichen Gesundheitswesens und ihrer verheerenden Folgeerscheinungen dringend erforderlich.”

© Psylex.de – Quellenangabe: Journal of Allergy and Clinical Immunology: In Practice DOI:https://doi.org/10.1016/j.jaip.2023.03.016

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