Kognitiv stimulierende Berufe senken LKB-, Demenz-Risiko

HUNT4 70+ Studie: Teilnehmer mit mehr Routineaufgaben hatten ein höheres Risiko für Leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) und Demenz im späteren Leben

Kognitiv stimulierende Berufe senken LKB-, Demenz-Risiko

18.04.2024 Personen, die im Alter von 30 bis 65 Jahren kognitiv anregende Berufe ausgeübt haben, haben ein geringeres Risiko für Leichte kognitive Beeinträchtigungen (LKB; auch Leichte kognitive Störung; engl.: Mild cognitive impairment, MCI) und Demenz im späteren Leben, so eine in Neurology veröffentlichte Studie.

Dr. Trine H. Edwin vom Osloer Universitätskrankenhaus in Norwegen und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen registerbasierten Verläufen beruflicher kognitiver Anforderungen im Alter von 30 bis 65 Jahren und klinisch diagnostizierter LKB und Demenz im Alter von 70 Jahren und älter. Die kognitiven Anforderungen im Beruf wurden anhand der Intensität der Routineaufgaben (RTI) gemessen, wobei ein niedrigerer RTI-Wert auf eine kognitiv anspruchsvollere Tätigkeit hinweist. Die relativen Risikoverhältnisse (RRR) für LKB und Demenz wurden nach Bereinigung um mehrere Störvariablen geschätzt.

Die Forscher identifizierten vier RTI-Verlaufsgruppen auf der Grundlage von RTI-Längswerten für 305 einzelne Berufe: niedrige, mittel-niedrige, mittel-hohe und hohe RTI (20,4, 22,5, 37,1 bzw. 19,9 Prozent).

  • Nach Bereinigung um Alter, Geschlecht und Bildung hatten die Teilnehmer in der Gruppe mit hohem gegenüber der Gruppe mit niedrigem RTI ein höheres Risiko für LKB und Demenz (RRR [95-Prozent-Konfidenzintervalle]: 1,74 [1,41 bis 2,14] bzw. 1,37 [1,01 bis 1,86]).
  • Die Punktschätzungen wurden in einer Sensitivitätsanalyse, in der Einkommen und gesundheitsbezogene Ausgangsfaktoren kontrolliert wurden, nicht nennenswert verändert (RRR [95 Prozent Konfidenzintervalle]: 1,66 [1,35 bis 2,06] bzw. 1,31 [0,96 bis 1,78]).

„Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl die Bildung als auch die beruflichen kognitiven Anforderungen eine entscheidende Rolle bei der Senkung des Risikos einer kognitiven Beeinträchtigung im späteren Lebensalter spielen, was mit der Hypothese der kognitiven Reserve übereinstimmt“, schreiben die Autoren.

© Psylex.de – Quellenangabe: https://doi.org/10.1212/WNL.000000000020935

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