Gartenarbeit und die Psyche

Gartenarbeit (Psyche, Psychologie)

Kann Gartenarbeit helfen, ein positives Körperbild zu entwickeln?

04.04.2020 Eine in Ecopsychology veröffentlichte psychologische Studie hat ergeben, dass Arbeit im Kleingarten mit einem positiven Körperbild verknüpft ist.

Dies zeigt die Wertschätzung des eigenen Körpers und seiner Funktionen sowie die Akzeptanz von körperlichen Unvollkommenheiten und kann so einen positiven Nutzen für die Psyche bieten.

An der Studie von Viren Swami von der Anglia Ruskin University waren 84 Kleingärtner aus 12 städtischen Kleingartenanlagen im Norden Londons beteiligt.

Wertschätzung des eigenen Körpers


Bild: pixabay

Mit Hilfe einer Reihe von Fragebögen wurde festgestellt, dass die Gärtner ein signifikant höheres Niveau der Körperwertschätzung, ein deutlich höheres Niveau von ‘Körperstolz’ und signifikant höhere Werte bei der Wertschätzung der Funktionalität ihres Körpers hatten, verglichen mit einer Gruppe von 81 Nicht-Gärtnern, die aus derselben Gegend Londons rekrutiert wurden.

Die Studie fand auch heraus, dass die Verbesserung des positiven Körperbildes beim Verlassen des Kleingartens umso größer war, je länger die Teilnehmer mit der Gartenarbeit beschäftigt waren.

Psyche und Resilienz

Frühere psychologische Forschungen hatten gezeigt, dass Gartenarbeit mit einem verbesserten psychischen Wohlbefinden und körperlicher Gesundheit verbunden ist. Diese neue Studie ergänzt frühere Arbeiten von Swami, die zeigen, dass die Exposition gegenüber natürlichen Umgebungen dazu beiträgt, ein positives Körperbild zu fördern, schreibt die Psychologin.

Ein positives Körperbild ist von Nutzen, weil es die physische und psychische Belastbarkeit (Resilience) fördert, was zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt.

Um sicherzustellen, dass dieser Nutzen allen zugute kommt, bedarf es einer Politik, die engagierte und nachhaltige gemeinschaftliche Kleingartenanlagen für diejenigen vorsieht, die nicht auf eigenem Grund Gartenarbeit betreiben können, schließt die Psychologin.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Ecopsychology – https://doi.org/10.1089/eco.2019.0032

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