Gemeinschaftliches Gärtnern verbessert das Wohlbefinden

Verbesserung der Aufnahme von Ballaststoffen und mäßiger bis intensiver körperlicher Aktivität; Verringerung des Stress- und Angstempfindens

Gemeinschaftliches Gärtnern verbessert das Wohlbefinden

10.01.2023 Laut einer in The Lancet Planetary Health veröffentlichten Studie kann das gemeinschaftliche Gärtnern das Wohlbefinden verbessern und Risikofaktoren für Krankheiten verringern.

Dr. Jill S. Litt von der University of Colorado Boulder und Kollegen führten eine randomisierte kontrollierte Studie mit Erwachsenen durch, die auf den Wartelisten der Denver Urban Garden für Gemeinschaftsgärten in Denver und Aurora standen.

Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip einer Gemeinschaftsgartenparzelle zugeteilt (Interventionsgruppe: 145 Teilnehmer) oder blieben auf der Warteliste und gärtnerten nicht (Kontrollgruppe: 146 Teilnehmer). Ernährung, körperliche Aktivität und Anthropometrie wurden als primäre Endpunkte im Frühjahr (April bis Anfang Juni, vor der Randomisierung, Zeitpunkt 1 [T1]), im Herbst (Ende August bis Oktober, Zeitpunkt 2 [T2]) und im Winter (Januar bis März, nach der Intervention, Zeitpunkt 3 [T3]) untersucht.

  • Die Forscher beobachteten einen deutlichen Interventionseffekt bei der Ballaststoffaufnahme (mittlerer Unterschied zwischen den Gruppen bei T2 von 1,41 g pro Tag für die Interventions- minus die Kontrollgruppe) und bei der mäßigen bis starken körperlichen Aktivität (mittlerer Unterschied zwischen den Gruppen, 5,80 Minuten/Tag).
  • Die Teilnehmer der Interventionsgruppe zeigten zwischen T1 und T2 eine stärkere Verringerung des Stress- und Angstempfindens als die Teilnehmer der Kontrollgruppe.

„Diese randomisierte, kontrollierte Studie stärkt die Belege für das gemeinschaftliche Gärtnern als eine umfassende, vielschichtige, naturbasierte soziale Intervention, die einige Gesundheitsverhaltensweisen verbessern und wahrgenommenen Stress und Ängste in einer vielfältigen städtischen Bevölkerung reduzieren kann“, schreiben die Autoren.

© Psylex.de – Quellenangabe: DOI:https://doi.org/10.1016/S2542-5196(22)00303-5

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