Fitness und das Gedächtnis

Fitness und das Gedächtnis

Gehirnforschung – Gedächtnisforschung

News/Forschung zum Thema Gedächtnis und Fitness / Sport.

Größere aerobe Fitness mit besserem Gedächtnis und elastischerem Hippocampus verbunden

16.08.2017 Im Fachmagazin NeuroImage veröffentlichte Studienergebnisse zeigen, dass Menschen mit einer größeren aeroben Fitness ein besseres Gedächtnis und einen elastischeren Hippocampus haben.

Die Arbeit beruhte auf gesicherten Beobachtungen der Atrophie (Schrumpfung) und einer reduzierten Größe des Hippocampus bei kognitiv degenerierten älteren Menschen und entwicklungsverzögerten Kindern. Angesichts des langbekannten Phänomens waren die Forscher durch die Tatsache verwirrt, dass es bei jungen Erwachsenen einen Zusammenhang zwischen Fitness und Gedächtnis gibt, aber die Größe des Hippocampus in beiden Gruppen gleich war.

Magnetresonanz-Elastographie

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Bild: skeeze

Um dieses Phänomen zu untersuchen, benutzten die Wissenschaftler um Aron K. Barbey von den Fachbereichen Psychologie und Biotechnik von der Universität Illinois (Urbana-Champaign) zusammen mit Kollegen der Universitäten Northeastern und Delaware Magnetresonanz-Elastographie (MRE), die die Festigkeit und Elastizität von Organen misst.

Sie stellten fest, dass fittere Teilnehmer der Studie einen festeren, elastischeren Hippocampus hatten – eine Region des Gehirns, die mit Erinnerungen bzw. dem Gedächtnis verbunden ist.

Die Forscher untersuchten 51 gesunde Erwachsene: 25 Männer und 26 Frauen im Alter von 18-35 Jahren. Sie maßen die Leistung der Teilnehmer bei einem Gedächtnistest, sowie ihr aerobes Fitnessniveau und benutzten MRE, um die Elastizität des Hippocampus zu messen.

Elastischeres Gewebe im Hippocampus

Diejenigen mit einer größeren Fitness hatten auch ein elastischeres Gewebe im Hippocampus und erzielten die höchsten Werte bei den Gedächtnistests.

Angesichts der vielen Studien, die die Verbindung zwischen hippocampaler Gesundheit und dem Gedächtnis bei Senioren und Kindern untersuchten und auf dem Volumen des Hippocampus basierten, zeigen die neuen Ergebnisse deutlich, dass es auch eine Verbindung zwischen der Hippocampus-Gesundheit und dem Gedächtnis bei jungen Erwachsenen gibt, schreiben die Psychologen und Neurowissenschaftler.

Diese Studie zeigt nun das enorme Potenzial von MRE, neue quantitative Biomarker zur Beurteilung der Gehirngesundheit – mit Bezug auf die körperliche Fitness – bieten zu können.

Die Methode der Magnetresonanz-Elastographie könnte eine frühzeitige Diagnose und mögliche Interventionen in den Anfangsphasen der neurodegenerativen Erkrankungen – wie z.B. Alzheimer-Krankheit bereitstellen, schreiben die Forscher.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: University of Illinois, NeuroImage; Aug. 2017

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