Psychoneurologische Belastungen bei Nasenscheidewandverkrümmung

Studie untersuchte Zusammenhänge zwischen Nasenseptumdeviation (Nasenscheidewandverkrümmung) und Auftreten von Angstzuständen, Depressionen und Migräne

11.11.2021 Patienten mit einer Nasenseptumdeviation (auch Nasenscheidewandverkrümmung oder Nasenscheidewandverbiegung genannt) leiden im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung häufiger an Angstzuständen, Depressionen und Migräne. Dies geht aus einer in PLOS ONE veröffentlichten Studie hervor.

Dr. Ki-Il Lee vom Konyang University College of Medicine in Daejeon, Südkorea, und Kollegen führten eine retrospektive Kohortenstudie mit Probanden aus der Datenbank des koreanischen National Health Insurance Service durch, um neu diagnostizierte Angststörungen, Depressionen und Migräne zwischen Januar 2009 und Dezember 2018 zu untersuchen.

Insgesamt wurden 48.495 Patienten mit Nasenscheidewandverkrümmung und 54.475 Kontrollpersonen aus der Datenbank ausgewählt. Die Forscher fanden heraus, dass Patienten mit Nasenseptumdeviation im Vergleich zur Kontrollgruppe ein erhöhtes Risiko für Angststörungen, Depressionen und Migräne hatten, mit bereinigten Hazard Ratios von 1,236, 1,289 bzw. 1,251.

Unseres Wissens ist diese Studie die erste landesweite Analyse, die das Risiko von Angststörungen, Depressionen und Migräne bei Patienten mit Nasenscheidewandverbiegung anhand von Big Data untersucht. In dieser Studie war die Inzidenz neuropsychologischer Störungen bei Patienten mit Nasenscheidewandverkrümmung signifikant höher als in der Kontrollgruppe, schreiben die Autoren. Klinisch sollten diese Ergebnisse im diagnostischen und therapeutischen Prozess berücksichtigt werden, um die Lebensqualität von Patienten mit Nasenseptumdeviation zu verbessern.

© Psylex.de – Quellenangabe: PLOS ONEhttps://doi.org/10.1371/journal.pone.0259468




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