Psychotiker eher Linkshänder?

Psychotiker eher Linkshänder?

Psychische Erkrankungen / Störungen

04.11.2013 Forscher haben eine Verbindung zwischen Menschen mit psychotischen Störungen (wie Schizophrenie) und der Linkshändigkeit entdeckt.

Yale Forscher Jadon Webb, M.D., Ph.D. und seine Kollegen stellten dabei auch fest, dass Linkshänder kein erhöhtes Risiko einer affektiven Störung wie Depression oder bipolarer Störung haben.

Wissenschaftler untersuchen schon seit längerem die Verbindung zwischen der Handdominanz und verschiedenen Aspekten des menschlichen Gehirns.

Höhere Prävalenz: Schizophrenie, schizoaffektive Störungen

Eine neue Studie zeigte, dann Linkshänder eher unter psychotischen Störungen, wie Schizophrenie, als unter affektiven Störungen leiden.

Die Wissenschaftler untersuchten 107 Personen einer öffentlichen psychiatrischen Klinik und bestimmten die Zahl der Linkshänder und die verschiedenen psychischen Störungen. Sie stellten fest, dass nur 11% derer mit affektiven Störungen, wie Depression und bipolarer Störung linkshändig waren, ähnlich der Rate in der allgemeinen Bevölkerung, jedoch waren es 40% derer mit Schizophrenie oder schizoaffektiver Störung.

Psychotiker eher Linkshänder?

„Unsere Ergebnisse zeigen also ein auffallend höheres Vorkommen von Linkshändigkeit unter Patienten mit psychotischen Störungen wie Schizophrenie und schizoaffektiver Störung, als Patienten, die affektive Symptome von Depression oder Bipolarer Störung zeigen“, schreiben die Autoren.

Linkshändigkeit

Die Autoren erörterten zusätzliche Faktoren, die an der Verbindung zwischen Psychosen und der Linkshändigkeit beteiligt sein könnten, wie die Variation der Gehirnlateralisation (Entwicklung zur Funktionsteilung), schulische Leistung oder Rasse.

„Unsere eigenen Daten zeigten, dass weiße mit psychotischer Erkrankung wahrscheinlicher linkshändig sind als schwarze Patienten“, schreiben die Autoren. „Aber selbst nach der Abstimmung hinsichtlich dieser Variablen, blieb ein großer Unterschied zwischen Patienten mit psychotischen und affektiven Störungen.“

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Yale University, Nov. 2013

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