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Telefonische Verhaltensaktivierung bei Einsamkeit und Depression

Psychologische Verhaltensaktivierung am Telefon ist ein wirksames Mittel zur Bekämpfung von Einsamkeit und Depression

Telefonische Verhaltensaktivierung bei Einsamkeit und Depression

03.02.2024 Forscher der University of York und der Hull York Medical School sowie des Tees, Esk and Wear Valleys NHS Foundation Trust haben herausgefunden, dass die Depressionswerte unter einer psychologischen Verhaltensaktivierung am Telefon deutlich zurückgingen, und dass der Nutzen größer war als der von Antidepressiva.

Die Studienteilnehmer berichteten, dass ihr Grad an emotionaler Einsamkeit über einen Zeitraum von drei Monaten um 21 % sank, und die Wirkung blieb auch nach Beendigung der Telefonate erhalten, was auf eine dauerhafte Verbesserung hindeutet.

Die Studie (BASIL+) begann wenige Monate nach der Pandemie 2020 und war die größte Studie, die jemals durchgeführt wurde, um Einsamkeit auf diese Weise zu erfassen und zu messen. Die in der Fachzeitschrift The Lancet (Healthy Longevity) veröffentlichte Studie stellt einen raschen Fortschritt bei den Erkenntnissen darüber dar, was bei der Verhinderung von Einsamkeit wirksam ist.

Die zur Teilnahme an der BASIL+-Studie eingeladenen Personen waren über 65 Jahre alt und hatten mehrere Langzeiterkrankungen. Sie waren während der COVID-Studie gebeten worden, sich abzuschirmen, und hatten ein hohes Risiko für Einsamkeit und Depression.

Zwischen dem 8. Februar 2021 und dem 28. Februar 2022 wurden 449 in Frage kommende Teilnehmer ermittelt und 435 aus 26 Allgemeinarztpraxen rekrutiert und nach dem Zufallsprinzip (1:1) der verhaltensaktivierenden Intervention (n=218) oder der Kontrollgruppe (übliche Versorgung mit Empfehlungen; n=217) zugewiesen. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 75,7 Jahre (SD 6,7); 270 (62,1%) der 435 Teilnehmer waren weiblich, und 418 (96,1%) waren weiß.

Die Teilnehmer der Interventionsgruppe nahmen im Durchschnitt an 5,2 (SD 2,9) von acht Telefonsitzungen zur Verhaltensaktivierung teil. Die bereinigte mittlere Differenz der PHQ-9-Werte zwischen der Kontroll- und der Interventionsgruppe betrug nach 3 Monaten -1,65 (95% CI -2,54 bis -0,75, p=0,0003). Es wurden keine unerwünschten Ereignisse gemeldet, die auf die verhaltensaktivierende Intervention zurückzuführen waren.

© Psylex.de – Quellenangabe: The Lancet (Healthy Longevity) – DOI:https://doi.org/10.1016/S2666-7568(23)00238-6

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