Fröhliche Geschichten synchronisieren Gehirnaktivität stärker als traurige

Der Austausch fröhlicher Geschichten steigert die zwischenmenschliche Verbundenheit: Zwischenmenschliche Gehirnsynchronisation als neuronaler Indikator

09.11.2021 Erfolgreiches Geschichtenerzählen kann die Gehirnaktivität von Erzähler und Zuhörer synchronisieren, aber nicht alle Geschichten erreichen den gleichen Effekt.

Das Erzählen glücklicher / fröhlicher Geschichten erhöht das Gefühl der Nähe und die Gehirnsynchronität stärker als das Erzählen trauriger Geschichten laut einer neuen in eNeuro veröffentlichten Studie.

Forscher der East China Normal University verglichen, wie sich emotionale Geschichten auf zwischenmenschliche Beziehungen und Kommunikation auswirken.

Das Experiment

In der Studie sah ein Teilnehmer – der Erzähler – fröhliche, traurige und neutrale Videos und nahm sich selbst beim Erzählen des Inhalts der Videos auf. Die Teilnehmer – die Zuhörer – hörten sich die Erzählung an und bewerteten anschließend, wie nahe sie sich dem Sprecher fühlten. Sowohl der Erzähler als auch die Zuhörer absolvierten ihre Aufgaben, während die Forscher ihre Gehirnaktivität mittels EEG maßen.

Die Zuhörer konnten sich beim Erzählen glücklicher Geschichten besser erinnern und bewerteten die zwischenmenschliche Nähe besser.

Die größere Nähe stand in Zusammenhang mit einer erhöhten Synchronität zwischen der Gehirnaktivität des Sprechers und des Zuhörers, insbesondere im frontalen und linken temporoparietalen Kortex. Diese Regionen sind an der emotionalen Verarbeitung bzw. der Theory of Mind (Konzept aus der Psychologie: die Fähigkeit, andere Menschen zu verstehen, indem man ihnen mentale Fähigkeiten zuschreibt) beteiligt.

Die Gehirnsynchronität könnte ein Indikator für eine erfolgreiche Verbindung und Kommunikation sein, schreiben die Studienautoren um Enhui Xie vom Fachbereich Psychologie der East China Normal University.

© Psylex.de – Quellenangabe: eNeuro, DOI: 10.1523/ENEURO.0245-21.2021

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