Ginkgo gegen Demenz

Ginkgo gegen Demenz

Neurologische Erkrankungen – Demenzerkrankungen

Ginkgo biloba

Ein Kräuterauszug aus Ginkgo biloba wurde in einer Studie dazu benutzt, um Gedächtnisverlust, Demenz und kognitiven Rückgang zu verhindern.

Nach Angaben der Studie – erschienen in der 23/30 Dezember Ausgabe von Journal of the American Medical Association – war Ginkgo aber nicht wirksam bei der Reduktion von kognitiven Verlusten bei Personen im Alter von 72 bis 96 Jahre mit normaler Hirnfunktion oder leichter Demenz.

Studie mit leichter Demenz

Beth E. Snitz, Ph.D. von der Universität von Pittsburgh und Kollegen randomisierten die Zuordnung von 3.069 Patienten, die entweder eine 120 mg Dosis von Ginkgo zweimal täglich bekamen oder ein Placebo – mit einer medianen Nachtestung von 6,1 Jahren.

Die Forscher beurteilten die Änderungen bei den kognitiven Funktionen mit dem Modified Mini-Mental State Examination (3 MSE), und mit der Subskala der Alzheimer Krankheit Beurteilungsskala (Alzheimer Disease Assessment Scale – ADAS). Sie beurteilten auch Veränderungen in den neuropsychologischen Bereichen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, räumlicher Wahrnehmung, Sprache und Exekutivfunktionen.

Keine Wirkung durch Kräuterauszug

Die Forscher fanden keine Veränderungen in den neuropsychologischen Bereichen zwischen der Ginkgo biloba Gruppe und der Placebogruppe. In Bezug auf Änderungen bei den kognitiven Funktionen, wie durch den 3 MSE und ADAS definiert, unterschieden sich die Veränderungsraten nicht zwischen den Gruppen, obwohl die Veränderungsraten vom Ausgangsniveau ausgehend – hinsichtlich der kognitiven Beeinträchtigungen – unterschieden.

Placebo vs. Ginkgo

Verglichen mit der Gabe von Placebos führte die Einnahme von Ginkgo 120 mg zweimal täglich nicht zu weniger Demenz bei älteren Erwachsenen mit normalem Erkennungsvermögen oder mit leichter kognitiver Beeinträchtigung, schlossen die Autoren.

Zwei Autoren berichteten von finanziellen und beratenden Beziehungen mit mehreren Pharmaunternehmen, medizinischen Geräteherstellern und mehreren Diagnosegesellschaften.

Quelle: Journal of the American Medical Association Dez. 2009

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