Psychischer Distress kann Schwere von COVID-19 erhöhen

Depressionen, Besorgnis über COVID-19, Einsamkeit sind ebenso stark mit Krankenhausaufenthalten verbunden wie hoher Cholesterinspiegel und Bluthochdruck

Psychischer Distress kann Schwere von COVID-19 erhöhen

21.05.2022 Bei Patienten mit einer Infektion mit dem schweren akuten respiratorischen Syndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) ist psychischer Distress (negative Belastung) vor der Diagnose mit einem Krankenhausaufenthalt wegen COVID-19 verbunden laut einer in Psychological Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Siwen Wang von der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston, und Kollegen untersuchten die Zusammenhänge zwischen der psychischen Belastung vor der SARS-CoV-2-Infektion und dem späteren Risiko einer Krankenhauseinweisung, also einer schwereren COVID-19-Erkrankung. Insgesamt 54.781 Teilnehmer aus drei laufenden Kohortenstudien, die bei Studienbeginn keine aktuelle oder frühere SARS-CoV-2-Infektion angegeben hatten, wurden von April 2020 (Studienbeginn) bis April 2021 weiterverfolgt.

Depressionen, Sorgen und Einsamkeit

Während der Nachbeobachtung meldeten 3.663 Teilnehmer einen positiven SARS-CoV-2-Test. Die Forscher fanden heraus, dass nach Anpassung für demografische Faktoren und den Status des Gesundheitspersonals unter diesen Teilnehmern chronische Depressionen vor der Pandemie und wahrscheinliche Depressionen, große Besorgnis über COVID-19 und Einsamkeitsgefühle, die zu Beginn der Studie berichtet wurden, jeweils mit einer späteren COVID-19-Krankenhauseinweisung verbunden waren.

Für Angst und wahrgenommenen Stress wurde kein Zusammenhang mit einer Krankenhauseinweisung festgestellt. Depressionen, Sorgen über COVID-19 und Einsamkeit waren ebenso stark mit Krankenhausaufenthalten verbunden wie etablierte Risikofaktoren für den Schweregrad von COVID-19 (hoher Cholesterinspiegel und Bluthochdruck).

“Unsere Ergebnisse legen nahe, dass neben der körperlichen Gesundheit auch die psychische Gesundheit als Risikofaktor für eine schwere COVID-19-Erkrankung berücksichtigt werden muss”, schreiben die Autoren. “Zukünftige Forschungsarbeiten sollten untersuchen, ob die Verringerung des psychischen Leidensdrucks, zusätzlich zu anderen medizinischen Maßnahmen, die Ergebnisse bei Patienten mit SARS-CoV-2 und anderen Infektionskrankheiten verbessert.”

© Psylex.de – Quellenangabe: Psychological Medicine, 1-10. doi:10.1017/S0033291722000691

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