Ängste in, vor der Schwangerschaft

Ängste in, vor der Schwangerschaft

Angst – Psychologie

Definition

Die Angst in der Schwangerschaft tritt bei den meisten schwangeren Frauen auf.

Die größten Ängste sind die vor der Geburt selbst, die vor Fehlbildungen und körperlichen und / oder geistigen Behinderungen. Weitere Ängste können sein: an Gewicht zuzulegen, Schwangerschaftsstreifen, für den Partner nicht mehr attraktiv zu sein, Schmerzen, Komplikationen, dem Krankenhaus, finanziellen Problemen etc.

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Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Angst in der Schwangerschaft

10.10.2017 Kommentar von Nini:

Hallo

Ich bin 27 Jahre alt und leide eigentlich schon seit meiner Kindheit an einer Angststörung….bin nach 14 Monaten endlich schwanger geworden und mittlerweile in der 30 ssw.

Ich hab während der Schwangerschaft immer Angstattacken gehabt und war auch sehr oft beim Arzt…im großen und ganzen geht es uns eigentlich körperlich gut bis auf kleine weh wehchen.

Jetzt zu meinem Anliegen.
Ich setze mich seit ein paar Wochen mit dem Thema Geburt auseinander und habe sehr starke Angst bei der Geburt zu sterben. Jedesmal wenn ich was schönes für den kleinen mache schleicht sich der Gedanke rein das ich es evtl ja garnicht miterlebe oder ich denke wenn mein Mann den Verwandten verkündet das der kleine da ist aber dazu erwähnen muss das ich es nicht geschafft habe….das ganze macht mich sehr fertig und ich kann es auch überhaupt nicht kontrollieren. Ich traue mich auch überhaupt nix für nach der Geburt zu planen aus Angst das Schicksal herauszufordern wie z.B. Weihnachten oder Urlaub nächstes Jahr.

Mein Mann tut sich sehr schwer mit meinen Ängsten und kann mir auch eher wenig helfen.

Hat vllt jemand Erfahrungen damit? Ist vllt auch jemand schwanger oder war es und hatte das selbe Problem? Würde mich über Antworten freuen.
Lg Nini

24.10.2017 Kommentar von Zimperliese:

Hallo,

ich habe leider keine Erfahrungen, aber ich kann deine Angst gut nachvollziehen. Eine Geburt (und auch Schwangerschaft) kann für eine Frau noch immer – trotz medizinischer Fortschritte – gefährlich für Schwangere sein.

Ich würde mich so gründlich wie irgendwie möglich körperlich checken lassen. Wenn bisher alles gut ist, ist die Wahrscheinlichkeit, bei der Geburt zu sterben, zumindest geringer. Das gibt Hoffnung und lässt deine Angst ggf. ein bisschen milder werden. Informiere dich zudem gut über das Vorgehen bei der Geburt. Ich denke, es kann beruhigend sein, wenn man weiß, wie der Tag der Tage in etwa ablaufen wird.

Lieben Gruß und ich drücke die Daumen mit,
Zimperliese

26.03.2018 Kommentar von sumsum:

Hallo,

Ich sehe es anders als meine Vorschreiberin und möchte Dich beruhigen. Dass man bei einer Geburt stirbt ist genauso unwahrscheinlich als dass ich bei meiner bevorstehenden Magen-OP sterbe. Ich zum Beispiel habe keinen Schiss vor der OP sondern mich beschäftigt nur ein Gedanke, so dass ich schon meinen Therapeuten bemühen musste: was ist wenn ich im Krankenhaus eine Panikattacke kriege und nicht schnell genug flüchten kann oder mein Tavor nicht wirkt ( das mit Tavor kenne ich aus der Vergangenheit)

Im Gunde ist es ja egal womit man sich den Tag versaut. Auf die Schnelle ist das wohl auch nicht zu lösen. Ablenkung ist bei Hirnschrott immer noch die beste Lösung. Das ist schwierig, aber viele Alternativen hat man ja nicht und Medikamente darfst Du ja in der Schwangerschaft nicht nehmen.

21.04.2018 Kommentar von Rien:

Hallo,

ich sehe es ähnlich wie sumsum und die ganze Fachliteratur zu Schwangerschaft & Co: bei der Geburt zu sterben ist extrem unwahrscheinlich. Aber da ich selbst ein Angsti bin, weiß ich natürlich, wie gerne wir uns mit Katastrophenszenarien beschäftigen.

Es gibt keinen Grund besorgt zu sein, das ist einfach nur die Angsterkrankung, die sich meldet. Vielleicht kannst du das Positive fokussieren: durch die Geburt wirst du ein wunderbares Menschenkind begrüßen können.

Alles Liebe
Rien

25.04.2018 Kommentar von Nini:

Vielen Dank für eure Antworten und Erfahrungen 🙂
Finde es sehr schön mal eine Meinung von jemanden zu hören der mich verstehen kann…

@Zimperliese: Im Prinzip bin ich so durchgecheckt worden wie es nur geht…werde auch im KH von meiner Angst berichten und die können einem dann auch etwas helfen.

@sumsum: Ich muss sagen das ich vor einer OP nie Angst hatte zu sterben…was ich sehr paradox finde da Narkosen ja eigentlich viel mehr Risiken mit sich bringen als ein Kind natürlich zu gebären. Was für eine Magen -Op ist das? Ich arbeite in dem Bereich und kenne mich ein wenig aus…zwar kann man kein Tavor i.v. geben bzw nur unter Monitor Überwachung aber vllt kann man ja zusehen das man sie dir sobald du einigermaßen ansprechbar bist als auflöse Tablette geben (nennt sich Tavor expedit) daran kannst du dich nicht verschlucken da sie sich im Mund sofort auflöst. Ja ablenken versuche ich mich viel…aber wie du schon sagst Hirnschrott…es mogeln sich immer zwischendurch Gedanken rein 😕

Danke für eure aufmunternden Worte 🙂
LG

11.01.2019 Kommentar von xedi:

sumsum hat geschrieben:Dass man bei einer Geburt stirbt ist genauso unwahrscheinlich als dass ich bei meiner bevorstehenden Magen-OP sterbe.

Die Problematik ist ja oft, dass man eben mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht weiterkommt, da man ja eine(r) der wenigen sein könnte.

Deshalb haben ja z.B. auch so viele Patienten Angst/Panik vor Medikamenten. Da kann stehen 1 von 1.000.000.000 und dennoch haben viele Leute Angst diese eine Person zu sein.

Das Leben ist per se lebensgefährlich …

Gruß
Yoda

21.01.2019 Kommentar von Steffi:

Hallo
Ich hatte vor 3 Jahren meine erste Schwangerschaft. (Risikoschwangerschaft!!)
Diese Angst bei der Geburt zu sterben hatte ich anfangs auch. Ich musste eine PDA machen lassen aber nur weil der Arzt nicht einschätzen konnte wie groß der kleine war. PDA waren schmerzen. Aber ich konnte alles mit erleben und es ging alles gut obwohl ich eine Risikoschwangerschaft hatte.

Ich hoffe sehr dass ich dir ein wenig deiner Angst nehmen konnte.

Liebe Grüße Steffi

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