Dissoziale, Antisoziale Persönlichkeitsstörung

Dissoziale, Antisoziale Persönlichkeitsstörung

Psychische Störungen – Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

Psychische Erkrankungen / Krankheiten: Auf dieser Seite finden Sie Informationen über die Antisoziale bzw. Dissoziale Persönlichkeitsstörung.

Beschreibung der dissozialen Persönlichkeitsstörung

Die dissoziale bzw. antisoziale Persönlichkeitsstörung (früher auch Psychopathie oder Soziopathie genannt) ist nur schwer zu behandeln, da das subjektive Leiden fehlt. Eigenschaften wie Verantwortungslosigkeit, Missachtung sozialer Normen und Verpflichtungen, niedrige Frustrationsgrenze (s.a. Frustration) und Gleichgültigkeit gegenüber den Gefühlen anderer stören den Betroffenen selbst nicht, dafür aber um so mehr die Menschen, mit denen er zu tun hat.

Aggressionen, Rücksichtslosigkeit und hohe Risikobereitschaft führen zu Gewalttätigkeiten und Straftaten. Die Unfähigkeit, ein Schuldbewusstsein für die begangenen Taten zu entwickeln, hängt mit der Fähigkeit zusammen, das eigene Verhalten rational begründen zu können oder einfach anderen die Schuld dafür zu geben. Deshalb gelten Personen mit einer dissozialen bzw. antisozialen Persönlichkeitsstörung auch als schlecht oder gar nicht therapierbar.

Symptome / Diagnose

DSM IV Symptomatik bzw. Symptome und Diagnose – Dissoziale / Antisoziale Persönlichkeitsstörung:

Symptomatik

Es besteht ein tiefgreifendes Muster von Mißachtung und Verletzung der Rechte anderer, das seit dem 15.Lebensjahr auftritt. Mindestens 3 der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein:

  • Die Person mit antisozialer Persönlichkeitsstörung versagt, sich in bezug auf gesetzmäßiges Verhalten gesellschaftlichen Normen anzupassen, was sich in wiederholtem Begehen von Handlungen äußert, die einen Grund für eine Festnahme darstellen.
  • Sie zeigt Falschheit, die sich in wiederholtem Lügen, dem Gebrauch von Decknamen oder dem Betrügen anderer zum persönlichen Vorteil oder Vergnügen äußert.
  • Die Person mit dissozialer Persönlichkeit zeigt Impulsivität oder Versagen, vorausschauend zu planen.
  • Sie zeigt Reizbarkeit und Aggressivität, die sich in wiederholten Schlägereien oder überfällen äußert.
  • Der Mensch mit antisozialer Persönlichkeitsstörung mißachtet rücksichtslos die eigene Sicherheit bzw. die der von anderen.
  • Er zeigt eine durchgängige Verantwortungslosigkeit, die sich im wiederholten Versagen zeigt, eine dauerhafte Tätigkeit auszuüben oder finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
  • Der Mensch mit dissozialer Persönlichkeitsstörung zeigt fehlende Reue, die sich in Gleichgültigkeit oder Rationalisierung äußert, wenn die Person andere Menschen gekränkt, mißhandelt oder bestohlen hat.

Das Alter einer Person mit antisozialer Persönlichkeitsstörung ist mindestens 18 Jahre.
Der Beginn einer Störung des Sozialverhaltens war bereits vor Vollendung des 15. Lebensjahres erkennbar.

Ausschlußkriterien Antisoziale / Dissoziale Persönlichkeitsstörung

Das Antisoziale Verhalten tritt nicht ausschließlich im Verlauf einer Schizophrenie oder einer Manischen Episode auf.



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