Depression in der Stadt

Depression in der Stadt

Depressive Störungen – Behandlung, Therapie, Prävention

Begrünung von Brachflächen reduziert Depressivität bei Stadtbewohnern

23.07.2018 Eine in JAMA Network Open veröffentlichte Studie legt nahe, dass sich die psychische Gesundheit (insbesondere der Depressivität) der Anwohner verbessert, wenn brachliegende Flächen in der Nachbarschaft in dichtbesiedelten Städten bepflanzt und gepflegt werden.

Begrünungen nicht-bebauter Flächen

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Bild: Zu wenig Pflanzen in der Stadt

Dr. Eugenia C. South von der Universität Pennsylvania in Philadelphia, und Kollegen untersuchten, ob Begrünung nicht bebauter Stadtflächen die psychische Gesundheit von 342 in Philadelphia lebenden Erwachsenen verbessern kann.

Insgesamt 110 Cluster der Stadt erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder eine Begrünungsmaßnahme (Entfernen von Müll, Bearbeitung des Bodens, Anpflanzen von neuem Gras und Bäumen, Errichtung eines niedrigen Holzzauns und regelmäßige monatliche Pflege), eine Abfallbeseitigung (Entfernen von Müll, limitiertes Mähen von Gras und regelmäßige monatliche Wartung) oder einer Kontrollgruppe zugeordnet.

Depressionssymptome und Gefühl der Wertlosigkeit

Die Psychologen beobachteten einen signifikanten Rückgang der Teilnehmer, die sich depressiv (-41,5%; P = 0,03) und wertlos (-50,9%; P = 0,04) fühlten, unter denen, die der Begrünung zugeordnet waren, im Vergleich zu den Kontrollteilnehmern.

Darüber hinaus gab es eine nicht signifikante Reduktion der selbstberichteten negativen psychischen Gesundheit (-62,8%; P = 0,051).

Psychische Gesundheit

Die Begrünungsmaßnahme zeigte einen signifikanten Rückgang der Symptome von Depression (-68,7%; P = 0,007) unter den Teilnehmern, die in Wohngegenden unterhalb der Armutsgrenze leben.

Es gab keine signifikanten Veränderungen bei der selbstberichteten schlechten psychischen Verfassung derjenigen, die in der Nähe der Müllbeseitungs-Intervention lebten, im Vergleich zu den Kontrollanwohnern, die nicht einer Intervention zugeordnet waren.

Die Begrünung und Pflege nicht genutzter Umgebungen, insbesondere in ressourcenbeschränkten städtischen Gebieten, kann neben anderen Behandlungen auf Patientenebene eine wichtige Behandlung für psychische Gesundheitsprobleme – insbesondere Depressionen – darstellen, schreiben die Autoren.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: JAMA Network Open – doi:10.1001/jamanetworkopen.2018.0298

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