Vitamin D gegen Depressionen

Vitamin D gegen Depressionen

Psychische Krankheiten – Ernährung

Depression durch Vitamin D Mangel

Zuwenig Vitamin D

Mangel an Vitamin D (Cholecalciferol) ist mit Depression verbunden nach einer in Mayo Clinic Proceedings herausgegebenen Studie.

Vitamin D Mangel ist schon mit einer Reihe von Gesundheitsproblemen verbunden worden, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis zu neurologischen Störungen.

Die gegenwärtige Studie hilft, eine Debatte zu klären, die ausbrach, nachdem kleinere Studien sich widersprechende Ergebnisse über die Beziehung zwischen Vitamin D und der Major-Depression-Störung produzierten.

Die Befunde der Forschungsarbeit legen nahe, dass die Überprüfung auf niedrige Vitamin D Level bei depressiven Patienten, und vielleicht auch die Überprüfung auf Depression bei Personen mit niedrigem Vitamin D nützlich sein könnte, sagte Studienautor Dr. E. Sherwood Brown von der University of Texas Southwestern Medical Center und The Cooper Institute, Dallas, Texas. „Aber wir haben nicht genug Informationen, Vitamin-D Nahrungsmittel-Ergänzungen zu empfehlen.“

Die Forscher prüften die Ergebnisse von fast 12.600 Teilnehmern von 2006 bis 2010.

Geringeres Risiko, wenn genug vorhanden

Sie stellten fest, dass höhere Vitamin D Level mit einem bedeutend verminderten Risiko einer gegenwärtiger Depression, besonders unter Personen mit einer vorherigen Geschichte von Depression, verbunden werden konnte. Niedrige Vitamin D Level konnten mit depressiven Symptomen, besonders bei jenen mit einer Geschichte von Depression, verbunden werden.
Die Studie untersuchte nicht, ob die Erhöhung des Vitamin D Niveaus depressive Symptome reduzierte.

Die Forscher haben die genaue Beziehung noch nicht bestimmt, ob Vitamin-D-Mangel zu Depressionssymptomen beiträgt, oder ob Depression selbst zu einem niedrigeren Vitamin D Niveau beiträgt, oder wie dies chemisch vorsichgehen könnte.

Aber, Cholecalciferol kann Neurotransmitter, Entzündungsmarker und andere Faktoren beeinflussen, was die Beziehung zu Depression helfen könnte zu erklären, sagte Dr. Brown.

© PSYLEX.de – Quelle: Mayo Clinic Proceedings, Jan. 2012

Vitamin D kann Depression verringern

Drei Fallstudien von Frauen mit moderater bis schwerer Depression zeigten wesentliche Verbesserungen bezüglich ihrer Symptome, nachdem sie eine Behandlung gegen einen Vitamin D Mangel erhielten, zeigt eine neue Studie.

„Cholecalciferol könnte eine, noch unbewiesene, Wirkung auf die Stimmung haben, und der Mangel daran, könnte eine Depression verschlimmern“, sagte Sonal Pathak, M.D., Endokrinologin am Bayhealth Medical Center in Dover Del. „Wenn dieser Zusammenhang geklärt ist, könnte er bei der Behandlung von Depression helfen“.

Bei der Endocrine Societys 94. Jahrestagung in Houston, zeigte Pathak die Forschungsbefunde von drei Frauen im Alter von 42 bis 66, die mit klinischer Depression diagnostiziert worden waren und Antidepressiva einnahmen. Die Frauen wurden auch auf Typ 2 Diabetes behandelt oder auf Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).

Weil die Frauen Risikofaktoren für einen Vitamin D Mangel hatten, wie eine zu niedrige Vitamin D Aufnahme, und eine zu geringe Sonnenlicht Exposition, unterzogen sie sich einem 25-Hydroxyvitamin D Bluttest.
Für alle drei Frauen fand der Test geringe Vitamin D Level, im Bereich von 8,9 bis 14,5 Nanogram pro Milliliter (ng/ml).

Level unterhalb von 21 ng/ml werden als unzulänglich betrachtet, während normale Vitamin D Level sich oberhalb von 30 ng/ml befinden, laut The Endocrine Society.

über acht bis 12 Wochen, nahmen die Frauen zusätzlich Vitamin D oral auf. Ihre Vitamin D Niveaus waren dann im Bereich von 32 bis 38 ng/ml laut den Forschern.

Nach der Behandlung berichteten alle drei Frauen von bedeutenden Verbesserungen bei ihrer Depression, entsprechend dem Beck Depression Inventar. Dieser 21 Item Fragebogen ermittelt den Schweregrad der Depression und andere Symptome. Ein Score von 0 bis 9 zeigt eine minimale Depression an; 10 bis 18 eine leichte Depression; 19 bis 29 eine moderate; und 30 bis 63 eine schwere Depression.

Der Depressionsscore einer Frau verbesserte sich von 32 auf 12, eine Änderung von schwerer zu leichter Depression. Der Score einer anderen Frau fiel von 26 auf 8 und zeigte an, dass sie jetzt nur noch minimale Depressionssymptome hatte. Der Score der dritten Patientin fiel von 21 auf 16 nach der Vitamin D Behandlung.

Auch andere Studien haben schon Vitamin D eine Wirkung auf Stimmung und Depression zugeschrieben, aber es sollten randomisiert kontrollierte klinische Studien gemacht werden, um zu beweisen, dass es eine wirkliche Beziehung gibt, sagte Pathak.

Depressive Patienten sollten auf Vitamin D Mangel untersucht und dieser behandelt werden, da dies leicht ist und wenig kostet, im Vergleich zu konventionellen Therapien gegen Depression sagte sie.

Quelle: The Endocrine Society, 2012

Neue Metastudie findet keine Belege für eine therapeutische Wirkung von Vitamin D bei depressiven Störungen

20.03.2014 Eine systematische Analyse klinischer Studien – die eine therapeutische Wirkung von Vitamin D Nahrungsergänzung bei Depression gezeigt hatten – stellte nun fest, dass bislang nur wenige gut durchgeführte Forschungsstudien hinsichtlich von Vitamin D Supplementierung bei Depressionen herausgegeben worden sind, und dass die Mehrheit der Befunde keinerlei Effekt für Vitamin D sieht.

Vitamin D

Die Überprüfung durch den Forscher Jonathan A. Shaffer vom Columbia University Medical Center und Kollegen wurde vor kurzem in Psychosomatic Medicine veröffentlicht.

Die Forscher konstatierten, dass nur sieben Versuche mit insgesamt 3.200 Teilnehmern die Wirkung von Vitamin D Nahrungsergänzungsmittel bei depressiven Patienten mit einer Kontrollgruppe verglichen. Beinahe alle Studien zeigten methodologische Einschränkungen, und alle, außer zwei, hatten Teilnehmer ohne klinisch signifikante Depression zu Beginn der Studie. Die generelle Verbesserung bezüglich der Depressionssymptome über alle Versuche hinweg war klein und nicht klinisch signifikant, schreiben die Wissenschaftler.

Jedoch deuteten zusätzliche Analysen der klinischen Daten von Dr. Schaffer an, dass Vitamin D Nahrungsergänzungsmittel Patienten mit klinisch bedeutender Depression helfen kann, besonders wenn sie mit traditionellen Antidepressiva kombiniert werden. Dies sollte in neuen ‚guten‘ Studien untersucht werden.

Die Autoren bemerken, dass Supplementation mit Vitamin D auch nur bei jenen wirksam sein kann, die einen Vitamin D Mangel haben.

Der Titel der Studie lautet: „Vitamin D Supplementation for Depressive Symptoms: A Systematic Review and Meta-analysis of Randomized Controlled Trials.“

Quelle: Columbia University Medical Center, März 2014

Vitamin D mit saisonal-affektiver Störung verbunden

07.12.2014 Vitamin D Mangel ist mit Knochen- und Muskelschwäche verbunden und laut einer aktuellen Forschungsstudie auch mit der saisonal-abhängigen Depression (auch SAD oder Winterdepression genannt).

SAD

Statt einer von vielen Faktoren zu sein, könnte Vitamin D eine regulierende Rolle bei der Entwicklung von SAD spielen, sagt Dr. Alan Stewart von der Universität von Georgia (UGA), USA.

Stewart und Michael Kimlin von der UGA und Forscher von der Universität von Pittsburgh und der Technischen Universität von Queensland (Qut) in Australien überprüften mehr als 100 Forschungsarbeiten und berichteten über ihre Befunde in der Zeitschrift Medical Hypotheses.

Man nimmt an, dass etwa bis zu 10 Prozent der Bevölkerung – je nach geographischem Standort – von saisonal-affektiver Störung betroffen sind; es ist eine Form der Depression, die mit den Änderungen in den Jahreszeiten verbunden ist, sagte Stewart.

Personen mit SAD haben jedes Jahr dieselben Symptome, im Herbst beginnend und während der Wintermonate andauernd.

Sonnenlicht

Aufgrund der Befunde nehmen wir an, dass Cholecalciferol ein dazu beitragender Faktor ist, wobei es mehrere Gründe dafür gibt. Z.B. schwankt das Vitamin D Niveau im Körper saisonal in direkter Verbindung mit dem jahreszeitlich verfügbarem Sonnenlicht“, sagte er.

„Studien zeigen, dass es einen Abstand von etwa acht Wochen zwischen dem Intensitätsgipfel der Ultraviolettstrahlung und dem Beginn von saisonaler Depression gibt, und dies steht in Beziehung mit der Zeit, die der Körper braucht, bis das Vitamin D entstanden durch die UV-Strahlung seine Wirkung tun kann.

Serotonin und Dopamin

Vitamin D ist auch an der Synthese von Serotonin und Dopamin innerhalb des Gehirns beteiligt, beide Chemikalien sind mit Depression verbunden laut den Forschern.

Es existieren Belege, dass niedrige Niveaus von Dopamin und Serotonin mit Depression verbunden sind, deshalb ist es logisch, dass es eine Beziehung zwischen einem niedrigen Vitamin D Niveau und depressiven Symptomen gibt, sagte Ko-Autor Kimlin.

Die Studien haben auch festgestellt, dass depressive Patienten normalerweise ein niedriges Niveau an Vitamin D haben.

Das Vitamin D im Körper variierte entsprechend der Pigmentierung der Haut. Menschen mit dunklerer Haut haben oft niedrigere Level an Calciol, laut den Wissenschaftlern.

Personen mit größerer Hautpigmentierung haben also nicht nur ein höheres Risiko für einen Vitamin D Mangel, sondern auch für psychische und psychiatrische Störungen, sagte er.

Wichtig für die Gesundheit

Kimlin sagt, dass eine adäquate Menge an Vitamin D essentiell für die Knochengesundheit ist. Ein Mangel an diesem Vitamin kann zu Knochenerweichung bei Erwachsenen und Rachitis bei Kindern führen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat ihre Empfehlung für die Mindestzufuhr an Vitamin D 2012 erhöht; sie empfiehlt Kindern (ab einem Jahr) und Erwachsenen eine tägliche Aufnahmemenge von 20 µg/Tag.

„Wir wissen jetzt, dass ein ausreichender Vitamin D Level auch wichtig für die psychische Gesundheit ist“, sagte Kimlin.

„Einige Minuten Sonnenlicht jeden Tag sollten aber genügen, damit die meisten Menschen ausreichend Vitamin D erhalten.“

© PSYLEX.de – Quellen: Medical Hypotheses, Universität von Georgia; Dezember 2014

Vitamin-D-Defizit bei älteren Menschen mit erhöhtem Depressionsrisiko verbunden

09.12.2018 Eine neue Studie von Forschern der Irish Longitudinal Study on Ageing (TILDA) am Trinity College Dublin hat erstmals in Irland gezeigt, dass ein Vitamin-D-Defizit mit einem deutlich erhöhten Depressionsrisiko (+75%) über einen vierjährigen Follow-up-Zeitraum verbunden war.

Die aktuelle Studie untersuchte die Zusammenhänge zwischen Vitamin D und Depression bei älteren irischen Erwachsenen und untersuchte die Teilnehmer vier Jahre später erneut, um festzustellen, ob der Vitamin-D-Status das Risiko einer depressiven Störung beeinflusste.

Zusammenhänge bei älteren Menschen

Die Wissenschaftler fanden heraus:

  • Vitamin D-Mangel war mit einem 75%igen Anstieg des Depressionsrisikos innerhalb von 4 Jahren verbunden.
  • Dieser Befund blieb robust, nachdem er für eine Reihe relevanter Faktoren wie depressive Symptome, chronische Krankheitsbelastung, körperliche Aktivität und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kontrolliert wurde.
  • Darüber hinaus hat der Ausschluss von Teilnehmern aus den Analysen, die Antidepressiva und Vitamin D-Ergänzungen nahmen, nichts an den Ergebnissen geändert.

Mögliche direkte Wirkung des Vitamins auf das Gehirn

Die Forscher nehmen an, dass die Ergebnisse auf die mögliche direkte Wirkung von Vitamin D auf das Gehirn zurückzuführen sind. Angesichts der strukturellen und funktionellen Veränderungen des Gehirns, die bei Depressionen im Spätstadium beobachtet werden, kann Vitamin D eine schützende Wirkung haben, um diese Veränderungen abzuschwächen.

Ebenso haben andere Studien gezeigt, dass der Vitamin-D-Spiegel auch mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz, Parkinson und Multipler Sklerose verbunden ist.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Journal of the American Medical Directors Association (2018). DOI: 10.1016/j.jamda.2018.10.006

Große Studie bestätigt, dass Vitamin D das Risiko für Depressionen bei Erwachsenen nicht verringert

04.08.2020 Eine Vitamin-D-Supplementierung schützt nicht vor Depressionen im mittleren oder älteren Erwachsenenalter, so die Ergebnisse einer der größten Studien dieser Art.

Dies ist eine seit langem gestellte Frage, die wahrscheinlich einige Menschen dazu veranlasst, das Vitamin einzunehmen, schreiben die Forscher.

In dieser Studie konnte jedoch kein signifikanter Nutzen der Nahrungsergänzung für diesen Zweck festgestellt werden. Vitamin D beugte weder Depressionen vor noch verbesserte es die Stimmung, sagt Olivia I. Okereke vom Fachbereich Psychiatrie des Massachusetts General Hospital.

Die in JAMA veröffentlichte Studie untersuchte mehr als 18.000 Männer und Frauen im Alter von 50 Jahren oder älter. Die Hälfte der Teilnehmer erhielt eine Vitamin-D3-Supplementierung (Cholecalciferol) für durchschnittlich fünf Jahre, und die andere Hälfte erhielt ein entsprechendes Placebo für die gleiche Dauer.

Vitamin D wird manchmal als „Sonnenschein-Vitamin“ bezeichnet, weil die Haut es auf natürliche Weise bilden kann, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt ist.

Zahlreiche frühere Studien zeigten, dass ein niedriger Blutspiegel von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin D) mit einem höheren Risiko für Depressionen im späteren Leben verbunden ist, aber es gab nur wenige gross angelegte randomisierte Studien, die notwendig sind, um eine Kausalität festzustellen.

Die Studie mit dem Namen VITAL-DEP (Depression Endpoint Prevention in the Vitamin D and Omega-3 Trial) war eine Zusatzstudie zu VITAL, einer randomisierten klinischen Studie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebsvorsorge bei fast 26.000 Menschen in den USA.

Aus dieser Gruppe untersuchten Okereke und ihre Kollegen die 18.353 Männer und Frauen, bei denen zunächst keine Hinweise auf eine klinische Depression vorlagen, und testeten dann, ob Vitamin D3 verhinderte, dass sie depressiv wurden.

Die Ergebnisse waren eindeutig. Bei den 18.353 randomisierten Teilnehmern stellten die Forscher fest, dass sich das Risiko einer Depression oder klinisch relevanter depressiver Symptome zwischen Teilnehmern, die Vitamin-D3-Präparate erhielten, und denjenigen, die ein Placebo erhielten, nicht deutlich unterschied, und es wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen bei den Stimmungswerten im Laufe der Zeit festgestellt.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: JAMA (2020). DOI: 10.1001/jama.2020.10224

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