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Morbus Menière und die Psyche

Psychische Belastung und Morbus Menière: Angstzustände und Depressionen verursachen nicht die Menière-Krankheit, und umgekehrt

Morbus Menière und die Psyche

29.12.2023 Die psychischen Beschwerden Ängste und Depressionen verursachen nicht die Menière-Krankheit (auch Morbus Menière genannt) oder umgekehrt, aber ein erhöhter Neurotizismus ist ursächlich für Ängste, Depressionen und Morbus Menière laut einer online in Otolaryngology-Head and Neck Surgery veröffentlichten Studie.

Dr. Huadong Wu von der Universität Nanchang in China und Kollegen führten bidirektionale Mendelsche Randomisierungsanalysen (MR) mit zwei Stichproben durch, um die kausale Beziehung zwischen Angst, Depression, Neurotizismus und Menière-Krankheit zu untersuchen. Die genomweiten Assoziationsstudien umfassten Daten von 357.957 Teilnehmern.

  • Die Forscher fanden heraus, dass Ängste und Depressionen bei MR-Analysen keine Ursachen für die Menière-Krankheit sind und dass Morbus Menière auch keine Ängste oder Depressionen verursacht.
  • Ein erhöhter Wert beim Persönlichkeitsmerkmal Neurotizismus kann dagegen Ängste, Depressionen und die Menière-Krankheit verursachen; Morbus Menière verursachte jedoch keinen Anstieg des Neurotizismus-Summenwerts.
  • Zu den Ursachen für die Menière-Krankheit gehörten die fünf Untergruppen des Neurotizismus: häufiges Gefühl der Einsamkeit, häufiges Auf und Ab der Stimmung, häufiges Gefühl des Überdrusses, leicht verletzbare Gefühle und Empfindlichkeit gegenüber Umgebungsstress und Widrigkeiten. In einer multivariaten MR-Analyse wiesen die fünf Neurotizismus-Subcluster eine kollineare Beziehung auf.

“Unsere Schlussfolgerungen sind von einem genetischen Standpunkt aus abgeleitet und zielen darauf ab, mögliche therapeutische Wege für klinische Praktiker zu erhellen”, schreiben die Autoren.

© Psylex.de – Quellenangabe: Otolaryngology-Head and Neck Surgery – https://doi.org/10.1002/ohn.610

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